Roadtrip durch Kalifornien

Amerika

Letztes Jahr, als wir die Reise geplant haben, waren wir unglaublich happy darüber, den Camper Van für Australien gebucht zu haben. Wir erfüllten uns damit einen Traum und hatten eine unglaubliche Zeit in Australien in unserem kleinen Bus. Reisen mit einem Camper Van war damit für uns eigentlich abgehakt. Doch ist Gott immer für eine Überraschung zu haben. Wir hätten uns das niemals erträumen lassen, dass wir tatsächlich ein zweites Mal in diesem Jahr mit einem Caper Van durch ein Land reisen werden. In Fiji buchten wir über eine Social Media Kooperation also unseren Van für Kalifornien.

Nach einer Woche in Los Angeles geht es für uns 11 Tage durch die USA. Wir holen unseren Camper Van ab und sind begeistert, denn er ist viel größer als der in Australien. Wir können im Bus stehen, wir haben eine größere Küche mit Mikrowelle und Kühlschrank. Wir haben einen normalen Wasserhahn und keine Pumpe. Unglaublich… Wir erwischen uns dabei, dass wir direkt ein wenig überfordert sind, uns einzurichten und die Größe und Geräumigkeit des Busses zu realisieren. In diesem Blogbeitrag möchten wir euch von unseren einzelnen Stationen berichten. Los geht’s…

Erster Halt: San Diego. Mit dem Bus, den wir Erwin getauft haben, geht es in den Süden nach San Diego. Der Küste entlang bestaunen wir die Natur und freuen uns auf ein wenig Stadtfeeling. Wir übernachten in einer Bucht direkt am Wasser in der Stadt. San Diego ist sehr nah an der mexikanischen Grenze. Mit Erwin düsen wir bis an die Grenze, weiter dürfen wir aber mit dem Mietwagen nicht. Die Stadt ist aber vor allem für Reimar sehr besonders. Wir besuchen ein Taco Restaurant, dessen Inhaber ein ausgezeichneter Koch ist. Reimar ist ein großer Fan von Sam The Cooking Guy und seinen Youtube Videos. Glücklicherweise treffen wir Sam sogar in der Little Italy Food Hall, in seinem Restaurant Not Not Tacos. Sam empfiehlt in seinen Videos auch einen beosnderen Eisladen, den wir natürlich auch direkt auschecken. Nach den oberleckeren Tacos von Sam the Cooking Guy geht es an die Eistheke. Wir probieren die Sorten Aktivkohle Vanille, Pistazie, Meditarano und Kokos Schokochips. Für uns ist das das BESTE Eis, was wir jemals gegessen haben.

Zweiter Halt: Joshua Tree Nationalpark. Von San Diego aus geht es mit unserem Erwin von der Küste ins Inland Richtung Wüste. Das erste Mal Wüste in diesem Jahr und wir freuen uns total wieder eine andere Art von Landschaft entdecken zu dürfen. Endstation ist der besondere Joshua Tree Nationalpark. Es wird immer heißer und trockener. Wir verbingen eine Nacht im Nationalpark neben riesigen Felsen, denn der Park besteht aus riesigen, runden Felsformationen und Kakteen. Wir können es kaum in Worte fassen aber die Landschaft ist so besonders. Uschi hat immer wieder das Gefühl, dass es regelrecht unecht ist und man in einer Filmkulisse sitzt. Hier entsteht auch die Schnapsidee, dass Uschi Reimi die kompletten Haare abrasiert. Am nächsten Tag fahren wir weiter durch die Wüste. Eine Strecke, in der die Mojave Wüste und die Colorado Wüste zusammen treffen. Ein Abstecher in einen Kaktus Garten bevor es von der Wüstenlandschaft ins Grüne geht.

Dritter Halt: Grand Canyon. Amerika überrascht uns immer wieder. An einem Tag fahren wir einmal durch die trockene Wüstengegend und ein paar Stunden später sind wir plötzlich im grünen Wald. Die Landschaften ändern sich in kürzester Zeit. Wir fahren sogar ein Stück auf der berühmten Route 66. Kilometerweit geht es einfach geradeaus bis wir den Grand Canyon erreichen. Hier verbingen wir zwei Nächte in dem Grand Canyon National Forest, in dem wir auch manchmal nachts Wildhunde hören. Ein kostenloser Platz mitten im Wald mit Lagerfeuer. Gerade noch waren wir erstaunt von der Wüste, sind wir jetzt erstaunt von der Größe und Weite des Grand Canyons. Wir nutzen die zwei Tage, um ein wenig an der südlichen Kante des Canyon zu wandern, die Aussicht zu genießen und zu entdecken, was dieser Canyon alles zu bieten hat. Er ist unglaublich groß, sodass wir nur ein wenig von dem South Rim und dem Nord Rim entdecken können.

Vierter Halt: Las Vegas. Wieder einmal düsen wir mit Erwin kilometerweite Straßen einfach nur gerade aus. Dabei treffen wir auf eine Bison Herde, die die Straße überquert. So unglaublich. Der Weg in die Lichterstadt zieht sich sehr lang, sodass wir Las Vegas spät am Abend, wenn die Stadt zum Leben erwacht, erreichen. Erstmal einen Burger essen im In’N’Out… Ja, wie ist Las Vegas? Groß, mitten in der Wüste, voll von Menschen, hell erleuchtet von Lichtern, überall Kneipen, Cafés, Theater, Clubs. Wir fahren durch das Zentrum und ja, es ist genau wie im Film. Die Stadt überfordert uns aber auch ein bisschen. Wir schlafen auf dem McDonalds Parkplatz zwischen ein paar anderen Campern. Bei Tageslicht machen wir einen kleinen Spaziergang, stellen aber schnell fest, dass wir eigentlich wieder aus der Stadt raus und in die Natur wollen. Also auf geht’s!

Fünfter Halt: Bishop. Wieder im Bus und los gehts von der Wüstenstadt Las Vegas in Richtung Berge. Die Landschaft verändert sich wieder. Ewig lange grüne Weiten mit einer Bergkette im Hintergrund. In der nähe von der kleinen Stadt Bishop landen wir auf einem Parkplatz und zufälligerweise auch bei den Whitmore Hot Springs, die hier auf natürliche Weise immer wieder entstehen. Mitten im Nirgendwo, auf einer grünen Wiese, zwischen hunderten von Kühen sind drei heiße Quellen zum Baden. Das lassen wir uns nciht zwei mal sagen und sind in Null Komma Nichts im Pool. Kleine Pools, gefüllt mit natürlichem, heißem Wasser und neben dran die Kuh. im Pool lernen wir ein Pärchen aus L.A. kennen, mit dem wir abends noch zusammen im Erwin kochen und essen. Unsere ersten und letzten Gäste im Bus. 😉

Sechster Halt: Yosemite Nationalpark. Wir sagen Tschüssi zu den Kühen, die nicht nur um die Pools herum stehen sondern auch um unseren Bus und düsen weiter. Es wird immer bergiger, kurviger und wir fahren immer höher in Richtung Yosemite Nationalpark, auf den wir uns schon sehr freuen. Wir genießen ein paar Ausichtspunkte und staunen über die Weite und die wunderschöne, vielseitige Landschaft Kaliforniens. Bevor wir den Nationalpark so richtig entdecken schlafen wir eine Nacht vor dem Eingang an einem schönen Fluss. Wir genießen die Abende in unserem Van. Wir können leckeres mexikanisches Essen kochen, sind für uns in unserem kleinen fahrbaren Zuhause und rings um uns herum nichts weiter als Natur. Am nächsten Tag geht es früh los und mit voller Erwartung in den Nationalpark. Wir staunen über diese Schönheit und vor allem über die Hauptatraktion, den riesigen Berg El Capitan. Ein paar kleine Wanderungen lassen unser Staunen nicht verblassen. Wir besuchen den Lower Yosemite Fall, wandern zum Taft Point und treffen auf einen Slackliner, der hunderte Meter über dem Tal über seine Slackline balanciert. Am Taft Point haben wir einen unglaublichen Blick auf den El Capitan. Am späteren Nachmittag entdecken wir noch den Grand Grizzly Loop und treffen am Ende sogar auf einen Bären. Die Landschaft ist hier sehr steinig und bergig, durchsetzt mit verschiedenen Nadelbäumen. Schweren Herzens sagen wir auch hier schon Tschüssi. Die elf Tage gehen schnell vorbei, aber wir genießen jede Minute.

Letzter Halt: San Francisco. Von der bergigen Landschaft im Inland Kaliforniens geht es wieder in Richtung Küste. San Francisco ist unsere letzte Station, bei der wir auch unseren Erwin abgegen müssen. Wir genießen bei Sonnenuntergang die Golden Gate Bridge und schlafen direkt an der Brücke mit Blick auf die Stadt. Am letzten Morgen unseres Roadtrips frühstücken wir auf der Mauer vor der Brücke. Bevor wir Erwin auf Wiedersehen sagen müssen, düsen wir ein wenig durch die Stadt mit den berühmten steilen Straßen.

Auf unserem Trip fuhren wir durch Kalifornien, Nevada, Arizona und ein wenig von Utah. Gesamt legten wir 2401 Meilen zurück und haben unglaubliche Eindrücke gesammelt.

Bis bald, eure Herr & Frau Weltenbummler 👋🏻

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