Der Roadtrip beginnt | 1. Etappe: Queensland

Australien

Eines der größten Highlights unserer Reise ist der Trip im Camper Van. Wir haben uns schon sehr darauf gefreut und nun geht es endlich los. Der Start ist etwas holprig. Durch ein paar mittelschwere, total nervige Schwierigkeiten mit der Postbank, was zum Glück nicht unsere Reisebank ist, hatten wir zu wenig Geld parat für die Kaution des Campers. Zum Glück wacht Stefan, Reimars Papa, mitten in der Nacht noch auf, um uns seine Kreditkarte zur Verfügung zu stellen. So kann die Kaution für den Mietwagen hinterlegt werden und wir können in unsere australisches Abenteuer starten. Puuhhh… Schwein gehabt!

In der Zwischenzeit war Uschi 4 Tage in Tschechien, um dort ihrer besten Freundin bei ihrer Hochzeit zur Seite zu stehen. Reimar hat deshalb das ganze Geld-Kaution-Kreditkarten-Chaos allein durchgestanden. Das bedeutet auch 4 Tage allein im Camper im Norden von Australien. Sicherlich auch mal schön. Uschi hat alle ewig langen Flüge überlebt und hatte eine richtig gute Zeit bei Doro und dann ist es soweit… Reimar holt Uschi mit dem Camper Van vom Flughafen ab. Jetzt kann es also richtig los gehen…

Unser Abenteuer beginnt. Wir düsen von Cairns, im Norden von Australien bis nach Melbourne, ganz im Süden von Australien. Dafür haben wir 6 Wochen, einen super ausgestatteten Bus von Travellers Autobarn und uns. Es ist total schwierig, all die Eindrücke und Details in den Blogbeiträgen zu beschreiben. Deshalb picken wir uns die ganz besonderen Tage heraus und teilen sie mit euch.

Erste Etappe: Cairns bis Brisbane, durch den Bundesstaat Queensland

Tag 2: Reimars 28. Geburtstag. Am Morgen besuchen wir die Babinda Boulders. Ein riesiger Fluss mit wunderschönen Felsen mitten im Wald. Reimar lässt es sich natürlich nicht nehmen, die Schnorchelsachen anzuziehen und sich auf die Suche zu machen nach Schätzen. Tatsächlich findet er ein Armband mit einem Schildkrötenanhänger. Es war sau kalt aber eine wunderschöne Landschaft und eine tolle Erfrischung am Morgen. Danach finden wir einen Second Hand Store, in dem vor allem Uschi für 3 neue Sachen zu begistern ist. Reimars Fang ist ein Pfannenwender – perfekt zum Geburtstag. Da es der zweite Tag ist, sind noch einige Erledigungen fällig, wie SIM Karte für Uschis Handy besorgen oder ein paar Ausstattungssachen für den Camper. Nachdem das erledigt ist, geht es los zum Campingplatz. Auf dem Bali Hai Camp Park in der Nähe von Cairns richten wir uns ein und setzen uns zur Feier des Tages mit einer Flasche Wein an den Wangali Beach. Am Abend geht Reimar seiner Kochleidenschaft nach und bereitet unter Lichterketten und im Kerzenschein 2 Hammer leckere Steaks zu. Mit Blue Cheese, karamelisierten Zwiebeln und Whisky.

Tag 3: Heute entdecken wir den höchsten Wasserfall Australiens. Die Wallamann Falls mit 268m Höhe.

Tag 6: Als wir uns am Abend einen Campingplatz suchen, kommen plötzlich zwei riesige Kängurus an unserem Bus vorbei gehüpft. Die zwei sind größer als Reimar und es ist unser erstes Mal, dass wir wilde Kängurus sehen. Wir machen uns fast in die Hose vor Angst.

Tag 7: Heute besuchen wir den Zoo in Rockhampton. Die meisten Zoos sind in Australien kostenlos. Uns fällt auf, wie lange wir schon keinen Zoo mehr von innen gesehen haben. Natürlich ist es wunderschön, die vielen Tiere zu sehen. Koalas, Krokodile, Kängurus, Schimpansen, Schlangen, uvm. Aber ein deprimierendes Gefühl holt uns schnell ein. Wir merken, wie wir diese Art der Haltung persönlich nicht unterstützen können. Zu sehen, in welcher Enge die Tiere leben und dass es absolut nicht ihrem natürlichen Lebensraum entspricht, ist deprimierend.

Tag 8: Nachdem wir durch Bundaberg gefahren sind, wo das leckere Ginger Beer herkommt, besuchen wir ein kleines Lavendelfeld. Uschi ist im siebten Himmel. Noch schöner ist der Campingplatz, den wir abends finden. Mitten im Wald an einem Fluss. Der Platz ist total gepflegt mit sauberen Toiletten, Duschen und einem Outdoor-Waschtisch. Durch die großen Bäume, die relativ symmetrisch angeordnet sind, ergeben sich natürliche Abteile für die Camper und Wohnmobile. Es ist fast leer und wir sind total für uns. Die Hängematte in den Bäumen und genießen angesagt. Das Beste kommt noch. Das erste Mal Lagerfeuer vor unserem Bus mitten im Wald – The Dream!

Tag 11: Schon lange haben wir uns vorgenommen, in Mooloolaba an der Sunshine Coast mit Walen schnorcheln zu gehen. Die Plätze sind gebucht und morgens 7:00 Uhr geht’s mit dem Boot raus auf’s Meer. Als wir den ersten Wal sehen, kommen Uschi direkt die Tränen. Diese Tiere sind unglaublich mächtig, kraftvoll und majestätisch. Wir dürfen fast 10 Wale sehen und ein paar Delifine. Leider sind die Wale entweder zu weit weg, tauchen zu tief ab oder ändern kurzfristig die Richtung, sodass wir nicht ins Wasser können. Als Trost gibt es Fish and Chips in Mooloolaba.

Tag 13: Wir versuchen es ein zweites Mal, mit den Walen zu schnorcheln. Auf geht’s, Runde 2. Leider ist ziemlich starker Wellengang und dadurch die Sicht toal schlecht. Wir schaffen es nicht, Wale zu entdecken und müssen den Trip abbrechen. Als Highlight des Tages besuchen wir abends den Gottesdienst von Hillsong Brisbane und schauen uns die Stadt an. Ein kleiner Trost: Sonnenuntergang über der Skyline von Brisbane.

Tag 15: Der zweite Trip musste abgebrochen werden, was bedeutet, dass wir einen dritten Versuch haben. Die Wetterbedingungen sind perfekt. 12:00 Uhr geht es mit dem Boot von Sunreef Mooloolaba raus auf’s Meer. Wir dürfen wieder einige Wale sehen. Zwei springen gleichzeitig direkt vor unserem Boot aus dem Wasser und klatschen mit der Schnauze im Wasser auf. Mächtig, absolut überwältigend. Um bereit zu sein für den Sprung ins Wasser, sitzen wir am Rand des Bootes. Plötzlich kommen 4 bis 5 Delfine und sind direkt neben dem Boot. So nah, dass man ihre Augen sehen kann. Sie springen aus dem Wasser. So wunderschön. Drei mal ist es fast so weit. Drei mal sitzen wir am Rand des Bootes, springen mit einer Gruppe von Schnorchlern und dem Guide ins Wasser, aber selbst bei diesen Versuchen drehen die Wale um oder tauchen ab. Die Wale haben einfach keine Lust auf uns! Es klappt wieder nicht und damit ist das unser letzter Versuch. Am Abend fahren wir an Brisbane vorbei in Richtung Byron Bay. In der Abenddämmerung sehen wir immer wieder viele Kängurus und Wallabes am Straßenrand. Davon leider sind leider sehr viele tot. Wir hätten auch fast eins überfahren.

Die Walgeschichte nimmt uns ziemlich mit. Es war immer ein Traum von uns, mit diesen mächtigen Tieren enmal in unserem Leben zu schnorcheln. Jetzt hatten wir die perfekte Gelegenheit und doch klappt es nicht. Es ist sehr schwer, die guten Dinge in der Geschichte zu sehen, aber dennoch war es unglaublich überwältigend, diese Tiere aus nächster Nähe sehen zu dürfen. Ein Erlebnis, was wir nicht vergessen werden. Vielleicht haben wir irgendwannn noch einmal die Möglichkeit, mit ihnen zu schnorcheln…

Insgesamt 15 Tage geht es quer durch Queensland und was fällt uns dabei noch auf? Die Seitenstreifen sind gemäht, alles ist total sauber, es gibt für jede Kleingkeit ein Straßenschild, Alkohol gibt es nur in Papiertüten, nicht sichtbar für die Öffentlichkeit, die Lebensmittel sind sehr teuer und überall ist ab 18/19:00 das Licht aus und tote Hose. Die Australier scheinen sehr früh ins Bett zu gehen.

Wir sind beeindruckt von der Landschaft. Nicht immer geht es am Meer entlang. Wir fahren auch sehr gern in das Inland und durch das Farmland von Australien. Überall gibt es sogenannte Tourist Drives. Ausgeschilderte Routen für Touristen, welche durch besondere Kleinstädte oder wunderschöne Landschaften führen. Die fahren wir sehr gern, zumal Reimar auch sehr gern auf kleine Feld- und Waldwege abbiegt. Vor allem in diesen 15 Tagen ist es für uns noch sehr ungewohnt, so frei zu sein. Wir können mit unserem fahrbaren Zuhause, in dem alles ist, was wir brauchen, überall hin. Wir suchen uns jeden Abend einen schönen Ort zum schlafen und fertig. Am Morgen ein Kaffee mit Müsli im Wald oder vor einem schönen Ausblick und am Abend sitzen wir am Lagerfeuer.

Was gibt es schöneres?

Bis zur nächsten Etappe, eure Herr & Frau Weltenbummler 👋🏻

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