Padang Bai

Bali/Lombok

Nach einem ganz angenehmen Flug von Sorong über Makassar nach Bali kommen wir in Balis Hauptstadt Denpasar an. Mit einem Taxi düsen wir an die östliche Küste in Richtung Padang Bai. Padang Bai ist ein winziger Ort direkt am Meer, der aber ziemlich wichtig ist. Von hier fahren alle möglichen Fähren auf die verschiedensten Nachbarinseln von Bali und von hier werden viele Tauchspots angefahren. Generell ist Indonesien hauptsächlich muslimisch außer Bali. Hier ist hauptsächlich der Hinduismus vertreten. Das sieht man auch direkt. Die Kleider und die Architektur sind sehr bunt und man findet überall verschiedenste Tempel, die man auch teilweise besichtigen darf.

Unsere Unterkunft ist ein ultra hübsches Hostel. Für 4 Tage haben wir uns in dem Topi Inn einquartiert. Das Hostel ist relativ groß und komplett aus Bambus gebaut. Das bedeutet, dass es auch ziemlich hellhörig war… Schnarchen, kacken gehen, Sex. Alles war dabei!

Was die ersten Tage komplett einnimmt, ist der Stress um unser Visum. In Indonesien ist es erlaubt, 30 Tage kostenlos zu bleiben. Bei der Einreise nach Sulawesi zahlten wir bereits am Flughafen 35$ pro Person für die Verlängerung um nochmals 30 Tage. Damit haben wir aber noch kein Visum für weitere 30 Tage. Uns war bewusst, dass wir bei Ablauf der ersten 30 Tage noch einmal ein Verlängerung beantragen müssen. Allerdings dachten wir, dass das ziemlich schnell geht. Einmal in eine Art Immigration Office, Fingerabdrücke und fertig. Nichts da! Genau an dem Tag als wir von Raja Ampat in Bali einreisen läuft unser erstes 30 Tage-Visum ab. Wir haben bereits in einer Vermittlungsagentur Bescheid gegeben, dass wir direkt nach Ankunft alle Visaangelegenheiten klären werden. Das bedeutet für uns: Wir kommen im Topi Inn Hostel an und düsen am nächsten Morgen 5:00 Uhr für drei Stunden mit dem Roller in die Hauptstadt in das Büro der Vermittlungsagentur und reichen unsere Reisepässe ein. Puuhh! Gerade so geschafft. Diese Agentur ist dafür da, eine Lösung zu finden für Reisende, die viel zu spät damit sind. Hätten wir über diese Agentur keine weiteren 30 Tage Aufenthalt bekommen, hätten wir entweder ausreisen müssen oder 1.000.000 IDR pro Tag pro Person zahlen müssen. Das sind etwa 60€!

Wir nutzen den Tag, um ein bisschen die südliche Gegend zu erkunden. Wir düsen nach Kuta, ein sehr bekannter Ort für Backpacker und Surfer. Wunderschön, klein, viele Cafés und viele Touristen. Das war für uns erst einmal ein ziemlicher Schock. Bisher waren wir an eher abgelegenen und unberührteren Orten in Indonesien. Bali ist touristischer und wir haben allein in Kuta mehr Weiße gesehen, als in den ganzen 4 Monaten bisher. Vor allem Reimar muss sich erst einmal daran gewöhnen. Durch die vielen Touristen werden auch die Orte internationaler. Auf der einen Seite gibt es traditionelle Warungs und andererseits internationale Cafés, schicke Restaurants und viele Souvenierstraßen, in denen die Verkäufer dir alles andrehen wollen, was sie haben. Es ist direkt eine andere Atmosphäre. Wir verurteilen das keineswegs, sind aber sehr dankbar, das „echte“ Indonesien kennen gelernt zu haben.

Von dem kleinen Surferort Kuta düsen wir zu der Shoppingmall „Beachwalk“, die direkt am Strand liegt. Dort schauen wir nach einer neuen Brille für Uschi. Die bisherige verbiegt sich immer mehr und die Linsen, die bei Uschis Brillen immer das Teuerste sind, sind hier super günsitg. Wir wurden auch direkt fündig! Danach gönnen wir uns eine Massage. Diese sind hier super gut und super günstig. Wir zahlten für einen Fußmassage und eine Rückenmassage zusammen 6€. Ein Traum 🙂

Danach geht es auch schon wieder Richtung Padang Bai. Drei Stunden Roller fahren liegen vor uns und wir sind so dankbar, dass Reimar bereits in Sulawesi üben konnte. Der Verkehr ist auf Bali viel chaotischer und aggressiver. Reimar braucht non stop volle Konzentration und fährt richtig gut. Reimar sagt immer so schön: „Einfach mitmachen. Wenn du bremst und Angst hast, ist es viel gefährlicher!“ Zum Glück muss Uschi nicht selbst fahren…

Die 3 Tage in Padang Bai, nachdem wir den Visastress hinter uns hatten verbringen wir auf dem Roller. Wir versuchen vergeblichst einen Wasserfall zu finden, was einfach nicht klappt. Die erste Suche scheitert bereits, weil die Straße viel zu weit vor dem Wasserfall aufhört und wir mit dem Roller nicht nah genug heran fahren können. Bei der zweiten Suche sind wir mit dem Roller relativ weit gekommen und machen uns zu Fuß auf die Suche. Auf dem Weg zum Wasserfall wandern wir an wunderschönen Reisfeldern vorbei, durch den Wald, an ein paar toten Schlangen vorbei und versuchen den schmalen Weg mitten durch den Dschungel zu folgen. Es klappt ganz gut bis es immer steiler wird, wir mit unseren Flipflops steile Abhänge überqueren und teilweise für uns nur noch lose Baumwurzeln als Sicherung übrig bleiben. Irgndwann ist es soweit, dass wir den Rückweg einschlagen müssen. Uns haben gefühlt 1000 Mücken gestochen und es ist ein Wunder, dass unsere Flipflops immer noch heile sind. Auf dem Rückweg treffen wir ein paar Frauen, die im Fluss des Wasserfalls ihr Wäsche waschen. Als wir dem Fluss weiter folgen, um zu unserem Roller zu gelangen laufen wir plötzlich an einer in den Fluss kackenden Frau vorbei. Oh man… es war ihr so peinlich und für uns irgendwie auch. Lustig aber auch traurig. HAHA.

In Padang Bai zurück gönnen wir uns mal wieder eine Pizza, die echt lecker schmeckt. Neben unserem Hostel ist ein Hotel mit einem Pool. Das kosten wir natürlich ebenfalls aus. Also geht es nach der crazy Wanderung direkt in den Pool mit einem leckeren Saft und ENDLICH wieder Bier für Reimar. Auf den muslimischen Inseln findet man meist nie Alkohol, Bier oder irgendwas der Gleichen. Außer auf Bali! Vielleicht ebenfalls ein Grund, wieso hier so viele Touristen sind…

Die 4 Tage in Padang Bai sind total schön für uns. Wir genießen die Abwechslung und freuen uns jetzt auf zwei Wochen Lombok, einer der Nachbarinseln von Bali.

Bis bald, eure Herr & Frau Weltenbummler! 👋🏻

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