Kapstadt

Südafrika

Wir haben kein Auto mehr! Das bedeutet, wir müssen uns wieder in die öffentlichen Verkehrsmittel reinfuchsen und schauen, wie wir von A nach B kommen. Und das am besten auf eine möglichst billige Weise. Aber das ist okay, denn hier gibt es eine gut vernetzte private Taxistruktur.

Wir wohnen für die ersten 7 Tage in Kapstadt bei zwei Jungs in einer WG in einem alten, unsanierten Haus. Es hat Charme und einen Wintergarten mit Meerblick. Die drei Hunde sind am Anfang erst ein wenig unsicher aber sie lieben uns nach ein paar Tagen. Wir erkunden die Stadt, besuchen an zwei Sonntagen eine Gemeinde namens Hillsong und essen lecker Fish & Chips mit viieeelll Essig. Nicht weit von unserer Unterkunft ist ein wohl sehr gutes Burger Restaurant. Und ja es stimmt, die Burger dort sind wirklich unglaublich lecker. Besonders Reimar ist begeistert. „Das ist der leckerste Burger, den ich je gegessen habe.“ – seine Reaktion.  Wir entscheiden uns dafür, zwei Tage einen Sightseeingbus inklusive Hafenfahrt zu buchen. Es fühlte sich anfangs super touristisch an, aber wir genießen es sehr. Wir fahren durch die ganze Stadt, hoch zum Tafelberg, zu den Botanischen Gärten, zu verschiedensten Weingütern, wir lassen keine Sehenswürdigkeit aus. Die kleinen Fischerdörfer und Buchten um Kapstadt herum sind landschaftlich ein Traum. Währenddessen wird uns über Kopfhörer alles erklärt und es ist super interessant. Wir erfahren Dinge, die wir ohne diese Tour womöglich nicht erfahren hätten. Die Hafenfahrt ist ein super Abschluss der „Rentnerfahrt“, bei der wir einige Robben entdecken. In einem der Fischerdörfer umarmte Uschi sogar einen Seelöwen (Nikolas war sein Name). Für die letzten vier Tage in Südafrika fahren wir nach Muizenberg, einem Surferstadtteil von Kapstadt. Dort haben wir eine Unterkunft, die bisher die schönste überhaupt ist. Wir haben unser eigenes Schlafzimmer, unser eigene Küche und einen eigenen Balkon mit Meerblick. Die Gastgeberin gab sich super viel Mühe mit der Einrichtung und dachte an Details, wie Kaffee, Tee und vieles mehr. Den ersten Abend verbringen wir mit den Gastgebern Bennett und Robyn und ihren Freunden. Es gibt selbstgemachte Pizza und Wein und natürlich Bier. Fast ein bisschen, als würden wir uns ganz normal mit Freunden treffen. Einen Tag später besuchen wir noch ein letztes mal die Hillsong Gemeinde und klettern danach auf den Tafelberg. Anfangs nieselt es ein wenig aber wir haben uns fest vorgenommen, diesen Berg zu besteigen, komme was wolle. Ein Freund von uns empfahl uns einen etwas gefährlicheren und schwierigeren Aufstieg. Wir sind super dankbar für diesen Tip, denn dieser Aufstieg ist der Wahnsinn. Anfangs starten wir mit gefühlt 2000 Treppenstufen, danach folgten wir einem Weg der Steilwand, dem Contour Path, und dann wird es sehr plötzlich sehr steil. Der Regen verzieht sich zum Glück aber der Nebel bleibt noch. Wir hatten bisher noch keinen traumhaften Ausblick über die Stadt. Es wird noch steiler und wir klettern zwischen Felsspalten, über große Felsen und nutzen eingebaute Stiege, um voran zu kommen. Je näher wir dem Ziel kommen, desto sonniger wird es. Nach etwas mehr als 3 Stunden Wanderung sind wir auf dem Tafelberg angekommen und die Sonne scheint. Ein Ausblick über die Stadt und das Meer, ein Traum. Wir belohnen uns mit einem Bierchen, Möhrenkuchen und einem Kaffee. An unserem letzten Tag in Südafrika schwingen wir uns noch einmal auf ein Surfbrett. Es geht ganz gut aber wir wünschen uns sehr, noch besser surfen zu können. Das heißt wohl: üben, üben, üben!

Kapstadt ist eine wunderschöne Stadt mir ebenfalls so viel Vielfalt in der Natur. Wir sind sehr beeindruckt von Südafrika. Die Landschaft, das Klima, die Vielfalt der Menschen und Kulturen ergeben einen super komplexen Mix, der nur schwer vollständig zu erfassen ist. Wir sind sehr froh, hier gewesen zu sein und einen Geschmack davon zu bekommen zu haben.

Wir verabschieden uns nun nicht nur von Südafrika, sondern auch von dem Kontinent Afrika. Wir sind begeistert darüber, hier so eine lange Zeit gewesen zu sein. Die Vielseitigkeit und die Kontraste zu entdecken und zu erleben hat auch in uns viel bewegt. Uns begeisterte die Vielfalt der Menschen aber auch die Tiefe der unterschiedlichen Kulturen. Die landschaftliche Vielseitigkeit raubte uns den Atem und wir haben es genossen, unsere Weltreise mit dir, liebes Afrika, gestartet zu haben.

Nun ab in ein neues Umfeld, ein neues Klima, eine neue Kultur – ab gehts nach Asien, auf die Malediven!

Bis bald eure Herr & Frau Weltenbummler 👋🏻

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