Garden Route Roadtrip

Südafrika

Gott liebt wirklich Details und Schönheit! Die Landschaft der Gardenroute hat uns teilweise den Atem geraubt!

Wir fliegen am 30.03.2019 mit einem Inlandsflug von Johannesburg nach Port Elizabeth, wo ein Leihwagen für 1 Woche bereits auf uns wartet. Ein kleiner silberner Toyota Schießmichtot, perfekt für uns und unsere 7 Sachen. Wohl eher 2 riesige Koffer und volle Rucksäcke.

Der Roadtrip entlang der Garden Route kann losgehen!! Wuuuhhhuuu!

1. Station: Jeffreys Bay für eine Nacht

Nur 45 Minuten Fahrt von P.E. aus liegt Jeffreys Bay, ein kleiner Surferort mit wunderschönen Restaurants und einem traumhaften Strand. Dort probieren wir uns das erste Mal seit unserer Surfschule in Spanien im Wellenreiten und es macht mega Spaß. Unsere Unterkunft haben wir bei einem älteren Ehepaar, Margaret und Pieter. Pieter braut ein äußerst tolles Getränk namens „Kombucha“, welches er auf Märkten verkauft. Es handelt sich um einen fermentierten Tee, der in seiner Naturform sehr gut für den Magen sein soll. Wir dürfen einige von seinen kleinen Flaschen probieren. Es ist wirklich lecker aber schmeckt auch ein wenig nach Pups.

Auf dem Weg zur zweiten Station fahren wir an der Küste entlang mit einem traumhaftem Meerblick.

2. Station: Eersterivierstrand für zwei Nächte

Unsere Freunde aus Pretoria, bei denen wir 2 Wochen gewohnt haben, haben hier in Eersterivierstrand mit ihrer großen Familie ein Strandhaus. Sie haben für uns organisiert, dass wir hier zwei Nächte bleiben dürfen. Ein Wahnsinn! Wir fahren eine scheinbar endlos lange Schotterstraße entlang. Plötzlich kommen wir an die Küste. Es erschließt sich ein Blick auf ein paar Strandhäuser direkt an einer Klippe im Nirgendwo. Dort dürfen wir sein, wow! Wir haben ein riesiges Haus mit 6 Schlafzimmern für uns allein und wir entscheiden uns für das Schlafzimmer direkt mit Meerblick nur für uns! Eine riesige Terrasse, eine tolle Wohnküche, der Traum! Vor unserer Tür haben wir auch direkt unseren eigenen Strandzugang. Wir kaufen ein paar Lebensmittel und kochen, glotzen mal wieder TV über einen übergroßen Bildschirm mit 800 Sendern und machen es uns schön. Über die zwei Tage verteilt machen wir einige Ausflüge. Wir besuchen die höchste Bunjee Jumping Brücke der Welt und überlegen zu springen, aber es ist dann doch ein wenig zu teuer. Wir besuchen den „Big tree“, ein großer Baum. Wer hätte das gedacht? Hier ist es meistens etwas kühler und manchmal regnet es auch. Wir müssen also langsam die langen Sachen auspacken. An unserem letzten Tag wandern wir über die Klippe, die hinter unserem Strandhaus liegt. Sie lachte uns schon die die letzten Tage an. Wie üblich starten wir gegen 16:30 und können den Sonnenuntergang aus einer anderen Perspektive bewundern.

Auf dem Weg zu unserer dritten Station fahren wir durch Plettenburg Bay, ein wunderschöner Ort! Wir fahren am Meer entlang und einfach der Nase nach. Reimar entdeckt einen eigentlich geschlossen Weg der durch ein Tal führt. Dieser Weg führt uns durch einen Urwald, in dem uns auch ein paar Affen begegnen. Wir bestaunen alle möglichen Bäume, Palmen, Blumen, Pflanzen und hören Vogelgesänge, wie aus einem Orchester. Unser kleiner Flitzer ist perfekt. Klein und passt überall durch. Eigentlich hätte man über die Bunjee Jumping Brücke fahren müssen aber dieser Weg ist viel zu schön, als dass man ihn auslassen könnte.

3. Station: Knysna für eine Nacht

Hier haben wir ein tolles Airbnb. Zwei Räume ganz für uns, ausgebaut in der Garage neben dem Wohnhaus einer kleinen Familie. Die Fahrt bis nach Knysna beansprucht fast den ganzen Tag, sodass wir an der Unterkunft ankommen und dann auch schon ins Bett fallen. Am nächsten morgen geht es weiter, einfach der Nase nach. Diese Fahrt ist die eindrucksvollste der ganzen Woche. Wir fahren erst an der Küste entlang und finden schon bald kleine Wegweiser zu abgelegenen Pässen. Die nächsten Stunden fahren wir durch Berglandschaften. Nächstes Ziel sind die Cango Caves in Oudshoorn. Auf dem Weg dorthin entdecken wir die Möglichkeit, Ziplining zu probieren. Man schwingt an einem gespannten Seil von einem Berg zu einem nächsten Berg. Die erste Station sind 200m Fahrt, die Guides lösen die Gurtsicherung und man wandert zur zweiten Station mit 500m Fahrt. Es war ein riesen Spaß. Nach diesem Adrenalinschub fahren wir über die Berglandschaft in Richtung Küste. Uschi kommt gar nicht in die Gefahr im Auto wieder einmal einzuschlafen, denn die Landschaft ist so schön und abwechslungsreich, dass selbst sie die ganze Zeit aus dem Fenster starrt. Diesmal begegnen uns nicht so viele Affen, eher Strauße. Wir sehen super viele Straußenfarmen. Wir kommen aus dem Staunen nicht heraus.

4. Station: Mossel Bay für eine Nacht

Nach einer atemberaubenden Fahrt kommen wir in Mossel Bay an. Hier haben wir ein super schönes Airbnb bei einem sehr netten Ehepaar. Nachdem die Kinder aus dem Haus waren, bauten sie die Kinderzimmer zu Gästezimmern um. Wir haben eine super Nacht in einem Raum voller Kitsch und Porzellan und haben am nächsten Morgen noch gute Gespräche mit den beiden. Sie geben uns noch ein paar Tipps für die Weiterreise, was uns sehr hilft.

Auf dem Weg zur fünften Station fahren wir durch einen kleinen Ort, in dem wir an den Witsand River gelangen. Ein ziemlich breiter Fluss mit einer Fähre, die nur mit Muskelkraft an einem Stahlseil auf die andere Seite gezogen wird. Wir fahren mit unserem Flitzer auf das Holzfloß, auf dem zwei Fährmänner anscheinend den ganzen Tag nur auf uns gewartet haben, und wir werden ans andere Ufer „gezogen“. Es ist echt abgefahren, das zu erleben. Danach halten wir bei einer wunderschönen Strandlagune. Hier vermischen sich bei einer Flussmündung Süß- und Salzwasser und es sieht ziemlich irre aus, wie sich die Wellen des Ozeans den Flusslauf hinauf schieben. Eingestiegen ins Auto und es geht weiter zum südlichsten Punkt Afrikas, das Kap Agulhas. Dort kommen der indische und der atlantische Ozean zusammen. Ein bisschen Klippenklettern passt auch noch in den Tagesplan aber leider ist die Höhle, die wir eigentlich finden wollen, durch die Flut unzugänglich.

5. Station: Stellenbosch für eine Nacht

Die Weingegend beginnt. Hier in der Kapregion gibt es unzählige Weingüter mit köstlichem Weiß- und Rotwein. Bevor wir an einem Weingut eine Weinprobe erleben, halten wir noch in Betty’s Bay. Der Ort, wo die Pinguine wohnen. Es ist so süß, echte Pinguine zu sehen. Sie sind so niedlich, wie man es aus Tierfilmen erwartet. Sie liegen auf den Steinen im Wasser oder watscheln über die Steine auf die angrenzende Wiese. Die Betreuer, die das Umfeld der Pinguine zu schützen versuchen, bauen kleine runde Häuschen als Unterschlupf. Das Niedliche ist, dass diese Häuschen Hausnummern haben und die Pinguine hier eine richtige Wohnsiedlung haben. Auf dem Weg zum Weingut sehen wir wieder viele Strauße am Straßenrand, teilweise scheinen die sogar wild zu sein, weil sie sich nicht hinter Zäunen einer Straußenfarm bewegen. Angekommen an der Neil Ellis Winefarm, die bereits 16:30 Uhr schließt (wir kommen 15:45 Uhr an), probieren wir 5 leckere Weine für nicht einmal 5€ pro Person. Lange saßen wir da nicht aber es war eine tolle Erfahrung mit einem wunderschönen Ausblick über den Weinberg! Danach geht es auch schon in die Unterkunft, wo ein RIESIGER Hund auf uns wartet. Hier stinkt es ganz schön und es ist sehr ungemütlich aber wir verbringen ja hier nur eine Nacht.

Am nächsten Tag fahren wir nach Kapstadt. Unsere Endstation für diese Woche. Bis 15:00 Uhr müssen wir unser Auto abgegeben haben und es fällt uns schon ein wenig schwer, denn es war sehr schön, so frei und selbstbestimmt durch die Gegend fahren zu können, wann und wohin wir wollten. Wir räumen erst unsere Sachen in unsere nächste Unterkunft und fahren dann zum Autovermieter. Bye bye kleiner Rentnerflitzer, du warst ein guter Begleiter!

Für die nächsten 10 Tage sind wir in Kapstadt und freuen uns riesig darauf.

Es bleibt spannend, eure Herr & Weltenbummler 👋🏻

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