Eine Woche Los Angeles

Amerika

Angekommen in Amerika. Die letzte Hälfte unserer Reise beginnt und wir starten in Los Angeles für eine Woche. Wir sind bei einem älteren Ehepaar im Gästezimmer, nicht weit von Manhatten Beach, untergekommen. Ein kleiner Raum mit eigenem Bad nur für uns allein. Diego, ihr kleiner Hund, hält uns ganz schön auf Trab. Es kommt auch vor, dass er mal einen Schlüpper von Uschi klaut und damit wegrennt. Uschi hat ihn dann irgendwann wieder bekommen.

Wir beginnen die Woche direkt mit einer Hop-On-Hop-Off-Bustour durch L.A. Die perfekte Methode, um einen Überblick über die Stadt zu bekommen und herauszufinden, wo es uns am besten gefällt. Mit der Bustour können wir beliebig aus- und wieder zusteigen und haben zwei Tage Zeit, alles anzuschauen, was wir wollen. Mit dieser Tour entdecken wir Santa Monica mit seinem wunderschönen Pier, den Hippie Venice Beach, das angesagte Hollywood mit dem Walk of Fame und dem berühmten Pink’s Hot Dog Stand, Beverly Hills mit teuren Shopping Straßen und Downtown L.A. mit seinen Wolkenkratzern. Los Angeles ist RIIIEEESSIIIGGGGG. Allein um von dem City Center nach Manhatten Beach zu kommen, brauchen wir zwei Stunden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine Stadt ziemlich in der Wüste mit bunt gemischten Menschen voller Lebensfreude. In dieser Woche besuchen wir auch einige Kirchen und lassen uns inspirieren. Am Griffith Observatory genießen wir eine Aussicht über die ganze Stadt und den Hollywood Schriftzug. Umwerfend und super schön. Unsere Hosts sind wikrlich extrem freundlich. In der Woche grillen wir mit ihnen und Juan-Carlos macht mit uns einen Ausflug zu Space X, wo er arbeitet. Er erzählt uns die lustigsten Geschichten und ist sehr stolz darauf, die Triebwerke für die Raketen zu bauen und Teil von etwas Großem zu sein. Zum Beispiel schickte Elon Musk einmal einen Käse in die Atmosphäre als Testgegenstand… Unsere Gastgeber leihen uns am folgenden Tag ihre Beachbikes, mit denen wir den Manhatten Beach entlang düsen. Wir sind total begeistert, denn direkt am Strand stehen viele kleine Strandhäuser aus Holz. Der Strand zieht sich kilometerweit und es herrscht eine total entspannte Atmosphäre.

In dieser ersten Woche merken wir, dass die Menschen in Kalifornien sehr freundlich sind, es ist super heiß und alles ist riesig. Die Straßen, die Autos, die Chipstüten, die Häuser, Grundstücke, Städte…einfach alles ist größer als in Europa. Wir lernen auch die typisch amerikanische Fast Food Kultur kennen. Überall gibt es unterschiedliche Fast Food Ketten mit den ausgefallensten Kreationen. Reimar liebt am meisten In-N-Out Burger und Uschi Panera Bread. Aber worin wir uns wirklich total verlieben, ist das mexikanische Essen. Sei es in den Restaurants oder im Supermarkt. Da Reimar sich da ganz gut auskennt, freuen wir uns schon sehr darauf, selbst mexikanisch zu kochen.

Wir stellen fest, dass es viele Obdachlose gibt, viele junge Menschen, die auf der Straße leben. Das Besondere ist hier aber, dass sie sich zu Communities zusammen tun und es erlaubt ist, überall in der Stadt zu zelten. Es gibt allein in L.A. ein eigenen Stadtteil, in dem nur Obdachlose leben in ihren Zelten.

Wir sind sehr gespannt, was wir noch von Kalifornien sehen werden…

Bis bald, eure Herr & Frau Weltenbummler 👋🏻

Durchatmen auf der Hauptinsel Viti Levu

Fiji

Nach dem australischen Winter geht es für uns drei Wochen lang auf die Fiji Inseln. Angekommen in Nadi, eine der größten Städte der Hauptinsel Viti Levu, setzen wir uns in einen Bus und fahren ein paar Stunden in die Hauptstadt Suva. Dort haben wir eine erste Unterkunft um die weiteren Wochen zu planen. Wir merken schnell, dass sich die Hauptinsel sehr von den umliegenden Inselareal unterscheidet. Das tropische Inselfeeling unter Palmen und am weißen Strand gibt es hier nicht wirklich. Nun versuchen wir herauszufinden, wie wir so billig wie möglich dieses tropische Inselfeeling bekommen. Nach langer Recherche entscheiden wir uns dafür, auf der Hauptinsel zu bleiben. Wir merken, dass Fiji sehr teuer ist und wir uns einen Trip auf eine einsame Insel mit Palmen nicht leisten können. Das heißt: wir erkunden die Hauptinsel.

Erste Station: Suva, die Hauptstadt. Unsere Unterkunft ist super für die ersten Tage. Wir haben eine große Küche und unser Host ist super freundlich. Am ersten Tag in einem neuen Land ist man schon mal schnell überfordert und versucht heruaszufinden, wo man einkaufen gehen kann, wie die öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren usw. Unser Host ist so lieb und fährt mit uns in einen Supermarkt, kauft mit uns Gemüse am Straßenmarkt und gibt uns ein paar hilfreiche Tips. Mit dem Bus, der direkt vor der Tür hält, fahren wir für nur 1,11$ in die Stadt. Dort erkunden wir das Großstadtleben auf Fiji. Es erinnert uns ein wenig an Indonesien. Es gibt riesige, frische Gemüsemärkte. Verschiedene Händler verkaufen ihre Produkte auf der Straße und es gibt über all kleine Shops. Der Verkehr ist im Gegensatz zu Indonesien auffällig geordnet. Wir besuchen ein paar Sehenswürdigkeiten und genießen einen leckeren Kaffee.

In der Hauptstadt haben wir noch eine zweite Unterkunft. Wir übernachten eine Nacht bei einer fijianischen Familie. Es ist eine total aufregende Erfahrung, denn hier sind wir bei einer einheimischen Familie direkt integriert. In ihrem kleinen, einstöckigen Haus haben wir ein Zimmer mit einem eigenen Bad. Das Bett ist noch in Plastikfolie eingewickelt und ein Bettlaken liegt über der Folie, auf der wir schlafen. In Plastik eingewickelte Produkte sieht man hier öfter. Es ist ein Zeichen für Neuwertigkeit und wird deswegen so lange wie möglich dran gelassen. Wir können gut schlafen aber es knirscht nachts ganz schön. In dem restlichen Haus gibt es keine weitere Plastikfolie aber es ist überall mit Deckchen und Tüchern dekoriert. Nachmittags gegen 16:00 Uhr kommen wir an und verbringen den Abend mit der Familie. Im Laufe des Abends kommen immer mehr Familienmitglieder dazu. Es kommt ein Bruder, eine Nichte mit einem Säugling, ein Opa… Wir sehen selbst nicht mehr durch. Das Haus hat ein großes Wohnzimmer mit Küche direkt im Eingangsbereich und dann drei Zimmer und zwei Bäder. Die Hütte ist mit über 10 Leuten voll. Der vierjährige Sohn schaut seinen Lieblings Löwen Film, den wir alle zusammen noch mindestens ein Mal schauen. Die Mama des Hauses bringt uns Tee (Schwarztee mit ordentlich Zucker) und Abends kocht sie sogar für uns. Als das Abendessen startet, wird der Esstisch mit einer Tischdecke hergerichtet aber nur für uns beide und unseren Host. Der Rest der Familie isst später, auf dem Boden oder im Wohnzimmer. Zum Essen gibt es traditionelle Kasava Wurzel, gekocht mit Hühnersuppe. Dazu gibt es Brot mit Butter, die wegen der Hitze in Wasser gelagert wird, und Ketchup. Nach dem Essen schauen wir einen Marvel Film. Am nächsten Morgen werden wir noch mit einem einfachen Frühstück versorgt und sehr herzlich verabschiedet. Fijianer sind von ihrem Gemüt eher ruhigere, schüchterne Menschen und immer äußerst freundlich. Es war total schön, diese kleine Familie kennen zu lernen und ein Stück echtes Fiji zu erleben.

Durch die überraschend bergige Landschaft geht es mit dem Bus zu unserer zweiten Station nach Sigatoga. Eine Woche verbringen wir am Meer in einer Unterkunft, die teilweise eine Baustelle ist, da sie gerade renoviert wird. Unser Zimmer ist einfach aber ausreichend und wir haben jeden Tag ein anderes Frühstück. Elvis und Johnny geben sich große Mühe trotz der Baustellenatmosphäre ein Urlaubsfeeling zu schaffen. Sie waschen unsere Wäsche umsonst, wir dürfen ihre Papayas aus dem Garten jederzeit essen und Johnny holt uns auch ein paar Kokosnüsse von den Palmen. Manchmal kontinental, manchmal indisch, manchmal einfach Müsli. Jeden Morgen eine Überraschung. Wir sind endlich am Strand und genießen es sehr. Ein paar Strandspaziergänge sind ein MUSS in dieser Woche. Diese Woche ist auch noch aus einem anderen Grund besonders. Wir haben unseren zweiten Hochzeitstag und starten mit einem leckeren Frühstück in einem Café. Leider ist es etwas regnerisch aber wir besuchen trotzdem ein Luxusresort und nutzen deren Pool, nachdem wir das billigste Getränk auf der Karte bestellt haben. Am Abend gehen wir das erste Mal in diesem Jahr schick essen, sogar mit einer ganzen Flasche feinstem Wein. Ein besonderer Tag, an dem wir gerne in Erinnerungen schwelgen und uns unsere Hohzeitsfotos und Videos anschauen.

Für die letzten 10 Tage sind wir wieder in Nadi, die Stadt bei der die Reise startete. Wir haben uns dazu entschieden noch 2 unterschiedliche Unterkünfte zu buchen und freuen uns schon auf unser Highlight. Wir starten im Nadi Bay Resort Hotel. Hier haben wir fünf sehr ruhige Tage mit Pool. Das Resort hat definitiv die besten Jahre hinter sich und es gibt einen Bereich, der sehr herunter gekommen ist. Von dem Resort mit eigentlich zwei Pools, zwei Bars und drei Restaurants ist nur ein Pool und eine Bar geöffnet. Direkt neben unserem Zimmer ist der Aufenthaltsraum für alle Angestellten, sodass es morgens ab 6:30 ultra laut ist. Schon witzig dieser Ort. Für jedes Frühstück gibt es einen Frühstücksgutschein. In der geteilten Dusche hängen auch ab und an benutzte Schlüpfer…haha! Wir genießen den Pool und nutzen die Tage für die Website und das Schneiden von ein paar Videos. Nachdem wir beim Abschied noch bei der Taxibestellung abgezockt werden geht es in unsere Letzte Unterkunft auf den Fiji Inseln. Am Schluss dieser drei Wochen sind wir für fünf Tage im Anchorange Beach Resort, unser Highlight. Wir haben ein wunderschönes Zimmer mit einem 180 Grad Ausblick auf die Berge und den Ozean. Durch das Resort fährt ein alter Zug für die Lieferung von Zuckerrohr. Auf diesen Bahngleisen spazieren wir in das nächste Dorf oder in die andere Richtung zur angrenzenden Marina. Wir genießen den Pool, das gute Frühstück und die letzten Inselmomente, bevor es nach Amerika geht.

Dadurch, dass wir uns in Fiji keine großen Trips oder exotischen Unterkünfte leisten können, ist das hier eine sehr ruhige Zeit für uns, was eigentlich sehr gut tut. Mittlerweile ist es bereits August und die Halbzeit unserer Weltreise. Solch ruhige Wochen nutzen wir gern, um die vergangene Zeit zu reflektieren. Allein die Blogposts zu schreiben oder Videos und Fotos zu bearbeiten hilft uns zu begreifen, was wir alles bereits erlebt haben. Wir sind sehr dankbar für die letzten 6 Monate und bereuen keine Sekunde. Es gab nie Probleme, wir hatten keine Unfälle oder schlimme Krankheiten. Wir durften das erleben, was wir wirklich wollten und durften verschiedene Kulturen und Menschen kennen lernen. All das macht etwas mit uns und wir merken, wie wir eine neue Sicht auf uns und unser Leben bekommen. Eines der eindrucksvollsten Dinge, die wir im letzten halben Jahr realisierten, ist die Komplexität und Schönheit der Schöpfung Gottes. Es ist unglaublich und so oft atemberaubend, wie schön Gott die Welt gemacht hat. So viele wunderschöne Orte durften wir besuchen und in jedem noch so kleinen Detail steckt Liebe und pure Schönheit. Alles führt zusammen und ist Teil eines großen Ganzen. Auch die Fiji Inseln, diese klitzekleinen Fleckchen auf dem Erdball, hat Gott wunderschön gemacht. Oft geraten solch kleine Inselareale in Vergessenheit. Machmal sind sie auf Weltkarten gar nicht eingezeichnet. Aber auch hier ist Leben und Schönheit. Die ruhigeren Wochen nutzen wir auch dafür, die zweite Hälfte unserer Reise zu planen. Bisher haben wir noch keine konkrete Idee, was uns in Amerika erwarten wird. Auch das klärt sich in den Fiji Wochen nach und nach. Wir freuen uns auf das was kommt und sind gespannt, was Gott für die letzte Hälfte unserer Reise bereit hält.

Seid gespannt, eure Herr & Frau Weltenbummler 👋🏻

Galerie – Australien

Australien

All good things come to an end | 3. Etappe: Victoria

Australien

Die letzte Etappe unseres Roadtrips beginnt. Wir erreichen den Bundesstaat Victoria und es wird immer kälter. Die Zeit rast und wir genießen jeden Augenblick im wunderschönen Australien. Nach abenteurreichen Tagen und viel Natur erleben wir auf der letzten Etappe auch ein wenig Stadtleben.

Tag 28: Nach der traumhaft schönen Wanderung in den Blue Mountains geht es mit unserem Bus in Richtung Sydney. Wir freuen uns riesig auf Stadtleben, Trubel und die angrenzenden Strände. Angekommen in Sydney geht es sehr früh nach Manly Beach. Dort fahren wir mit einer Fähre direkt an das Stadtzentrum. Die Fahrt ist schon atemberaubend, denn wir haben einen perfekten Blick auf die Harbour Bridge und die Oper von Sydney. Die perfekte Skyline. Wie bereits in Kapstadt buchen wir auch hier eine Hop-On-Hop-Off-Tour mit dem Bus. Wir lieben es, denn wir können jederzeit den Bus verlassen, in der Gegend herum laufen und in einen späteren Bus wieder zusteigen. Wir bekommen einen Eindruck von der Stadt und der Geschichte von Sydney. Besonders schön ist in Syndey der Mix aus alter und neuer Architektur. Wir spazieren über die Harbour Bridge und finden ein kleines Restaurant, in dem wir es uns mit feinsten Wagyu-Burgern richtig schmecken lassen. Auch den angrenzenden, sehr touristischen Bondi Beach beuschen wir und bei Abenddämmerung sind wir zurück an der Oper, die im Abendlicht einfach traumhaft aussieht. Viele Straßenmusiker und Touristen tummeln sich um sie herum. Mit einer späten Fähre geht es wieder in Richtung Manly Beach und in der kalten Nacht in unseren Camper zurück. Es war ein intensiver Tagestrip und dank der Bustour können wir es richtig auskosten und haben das Gefühl, wirklich viel von Syndey gesehen zu haben.

Tag 31: Wir gehen shoppen! Heute kaufen wir 2 Wintermützen…wieso? Weil es heute in den Schnee geht. Juhu!! Wir fahren die Great Alpine Road, auf die wir uns wirklich schon sehr lange freuen. Quer durch die sogenannten Australischen Alpen mit unserem Bus, was gibt es schöneres. Auf 1700m angekommen gibt es Mittag mit dem wohl schönsten Ausblick, den wir je hatten. Vor uns die Alpenlandschaft und hinter uns beginnt das Skigebiet. Die winterliche Berglandschaft lässt uns staunen und wieder einmal sind wir überwältigt davon, wie viel Schönheit in der Natur steckt.

Tag 34: Nachdem wir die Berge bestaunt haben sind wir auch schon wieder am Meer. Australien ist echt vielseitig. Im ersten Moment sitzen wir im Schnee der australischen Alpen und im nächsten Moment fahren wir die Küste entlang. Es geht über die Great Ocean Road am Meer entlang, was uns total an Südafrika erinnert. Überall gibt es verschiedene Sehenswürdigeiten in der Natur. Beispielsweise die 12 Apostel, die 12 runde Felsen im Wasser sind oder die Tower Bridge, ein vom Wasser durchtunnelter Fels, der der originalen Londen Tower Bridge ähnlich ist.

Tag 37: Heute ist der Tag an dem wir unseren geliebten Bus wieder abgeben. In Melbourne angekommen geht es zum Travellers Autobarn Office. Es ist ziemlich traurig, da wir nun wieder auf uns allein gestellt sind und abhängig sind von den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die letzten 4 Tage in Australien verbringen wir in Melbourne. Hier haben wir ein Airbnb gemietet. Wie genießen es sehr, jederzeit duschen zu können, wann wir wollen! Wir müssen nicht mehr auf die Suche gehen. Einen Tag nutzen wir für eine kleine Citytour. Wir düsen mit dem Bus in die Innenstadt und erkunden ein wenig Melbourne. Hier gibt es eine alte Straßenbahn namens City Circle, welche uns kostenlos einmal um die Innenstadt bringt. Leider haben wir in den Tagen kein großes Glück mit dem Wetter. Es regnet sehr oft, wodurch wir viel im Airbnb sind und dort einfach abhängen. Es sind irgendwie deprimierende Tage. Wir haben uns durch die 6 Wochen Camper sehr an dieses Freiheitsgefühl gewöhnt, was nun ganz plötzlich einfach wieder weg ist. Aber das hält uns nicht davon ab uns auf die Fiji Inseln zu freuen…

Also denn, bis bald.

Eure Herr & Frau Weltenbummler 👋🏻

RUNDE NUMMER 2 | Ein Grundstück für Tumaini

GoFundMe

Wir haben mal wieder großartige Neuigkeiten! Vor ein paar Monaten haben wir unsere erste super erfolgreiche Crowdfunding Kampagne abgeschlossen und jetzt gehen wir in Runde 2. Im Februar haben wir in Kenia Marco und Joy besucht. Die beiden haben TUMAINI MINISTRIES gegründet um jungen Menschen in Nairobi und Umgebung zu helfen. Für all ihre Pläne haben sie jetzt das perfekte Grundstück angeboten bekommen. Sei du dabei, wenn aus diesem Traum Realität wird!

LINK ZUR KAMPAGNE: http://www.betterplace.org/p72407

TUMAINI im Web: https://www.tumainiministries.com

TUMAINI auf Instagram: https://www.instagram.com/tumaini

Der Roadtrip geht weiter | 2. Etappe: New South Wales

Australien

Die zweite Etappe beginnt. Mit unserem Camper fahren wir quer durch New South Wales. Mittlerweile haben wir nicht mehr den Anspruch, einen Campingplatz zu finden, der auch eine heiße Dusche hat. In Australien gibt es wirklich fast überall öffentliche Sanitäranlagen mit sauberen Toiletten und Duschen. Am Strand oder an Tankstellen. An Rastplätzen oder einfach so in der Pampa. Unser Camperalltag besteht also darin, dass wir morgens aufstehen, unsere Campingstühle aufstellen, frühstücken und danach geht es auf die Heiße-Dusche-Suche. Danach geht es alle paar Tage in einem Dörfchen oder einer Stadt Wäsche waschen. Auch dafür gibt es so gut wie in jeder Ortschaft einen Waschsalon, in dem wir für wenig Geld alles sauber bekommen. Manchmal muss noch der Wassertank vom Camper aufgefüllt werden und ein paar Lebensmittel eingekauft werden. So füllt sich ziemlich schnell ein ganzer Tag. Diese Strukturen geben uns in der Zeit in Australien ein starkes Gefühl von Alltag. Aus dem Grund, dass wir so gut wie alles was wir brauchen in den Dörfchen finden, suchen wir uns meist kostenlose Campingplätze, auf denen es nur Toiletten gibt. Auf unserem kompletten Australien Trip haben wir vielleicht 2-3 kostenpflichtige Campingplätze besucht. Ansonsten nur kostenlose. Wir waren jedes Mal wieder neu verblüfft, wie sauber sie sind. Feuerstellen gibt es fast überall, Sitzgelegenheiten und meist werden die Plätze von Ehrenamtlichen aus dem Dorf oder der Stadt gepflegt. Camping ist wirklich ein großer Bestandteil der australischen Outdoor-Kultur.

Auch auf dieser Etappe nehmen wir euch mit in ein paar Highlights aus New South Wales.

Tag 21: Nachdem wir verschiedene Küstenstädte durchquert haben und ein wenig das Inland erkundet haben, kommen wir nach South West Rocks. Ein wirklich besonderer Ort. Wir finden den schönsten Campingplatz unserer kompletten Australienreise. Zum Glück kommen wir bereits Mittags an und lernen ein Pärchen kennen. Der Mann ist ein Freitaucher und kommt gerade mit seiner Harpune aus dem Wasser. Ein paar Fische und Hummer hat er geschossen. Wir dürfen später sogar davon probieren. Als sie wegfahren nehmen wir sofort ihren Stellplatz. Unser Bus steht direkt an den Felsen. Links von uns geht die Sonne unter und rechts geht sie morgens auf. In dem Nationalpark, in dem dieser traumhafte Platz liegt, leben unglaublich viele wilde Kängurus. Reimar sitzt auf seinem Campingstuhl und nickt ein. Als er aufwacht sitzt urplötzlich ein Känguru direkt neben ihm und schaut ihn an. Wir sehen noch so viele von ihnen. Auf dem Weg zur Toilette treffen wir eine Mama mir ihrem Kind im Beutel und als wir den Captain Cook Lookout erkunden treffen wir wieder einige Kängurus. Das war noch nicht das Beste. Beim Essen können wir von unserem Bus aus Wale beobachten, wie sie entlang der Küste aus dem Wasser springen. Reimar lässt es sich nicht nehmen und erkundet die Unterwasserwelt. Über die großen Felsen kommt er gut ins Wasser zum Schnorcheln und trifft direkt auf einen Teppichhai, einen großen Katzenhai, viele viele Fische und massenweise Schildkröten sind auch dabei. Wir haben an einem Campingplatz so viel Tiervielfalt auf einmal. Kängurus direkt neben uns, Wale direkt vor uns im Wasser, ein Falke der vor unseren Augen einen Fisch schnappt, Vogelgesang und leider auch ein paar Mücken… Irre!

Tag 22: Wir sind nicht ohne Grund hier in South West Rocks. Ein französisches Pärchen, das wir in Sulawesi kennen gelernt hatten, hat uns hier eine besonderen Tauchspot empfohlen. Mit dem Kaffee in der Hand genießen wir den traumhaften Sonnenaufgang und die Wale, die sich schon früh blicken lassen. Und dann geht es los zu der South West Rocks Tauchbasis. Denn heute wird getaucht! Angekommen und erstmal das ganze Geraffel zusammen suchen. Als alle fertig sind geht es zum Boot an die Küste und mit direktem Kurs zu dem Fish Rock Cave Divespot. Heute wird es sehr spannend, denn wir tauchen das 1. Mal mit großen Haien. Also nicht nur so kleine Riffhaie, sondern richtige Geräte! Die Crew ist super freundlich und wir fühlen uns total sicher mit den 3 Guides. Der 1. Tauchgang geht los. Schon in dem Augenblick als wir auf etwa 15m Tiefe ankommen begrüßt uns ein Grey Nurse Shark. Es bleibt nicht nur bei einem. Wir tauchen mit 6-8 Haien durch ein Unterwasser-Canyon und es ist super abgefahren und saukalt! 50 Minuten inmitten von 2-3 Meter langen Haien… und es ist kein Problem. Wir haben keine Angst oder fühlen uns unsicher. So lange wir entspannt bleiben, bleiben die Haie es auch. Der 2. Tauchgang wird sogar noch besser. Jetzt geht es in den Fish Rock, durch den eine lange Höhle führt. Unser erster Höhlentauchgang! Die Höhle ist so eng, dass wir nacheinander mit ein paar Metern Abstand reingehen. In der Höhle sehen wir mit unserer Taschenlampe mehrere große Teppichhaie, eine Schildkröte und viele kleine Hummer und Fische. Am Ende der Höhle geht es auf eine Lichtung zu, bei der 3-4 Grey Nurse Sharks bereits auf uns warten. Die beiden Tauchgänge sind ein unvergessliches Erlebnis für uns. Es war unglaublich kalt, vor allem Reimar hat gezittert wie die Sau, aber diese Begegnung und die super spannende Höhle waren das Frieren allemal wert. An Bord dürfen wir wieder einmal Wale beobachten. Und dann geht es auch schon wieder zurück. Das Tauchzeugs wird sauber gemacht und dann ein letztes Mal zu unserem Traumcampingplatz für ein Mittagessen mit Blick auf den Ozean.

Tag 23: Heute besuchen wir das Koala Krankenhaus in Port Macquarie. Es berührt uns sehr, wie viel Leidenschaft und Fürsorge von den freiwilligen Mitarbeitern in das Krankenhaus gesteckt wird. Die Koalas kommen aufgrund von Waldbränden, Hundeattacken oder Infektionen und werden gepflegt. Solange bis sie, soweit es möglich ist, auch wieder ausgewildert werden. Auf dem Weg zu unserem Campingplatz direkt an einem Fluss liegend, geht es 1,5 Stunden lang über Buckelpisten, durch Farmland und Wälder hindurch. Am Fluss angekommen begrüßen uns hunderte von Flughunden in den Bäumen. Es riecht extrem, sie kreischen super laut und als die Abenddämmerung anbricht fliegen sie plötzlich alle davon. Ein Anblick! Hunderte von Flughunden direkt über uns auf dem Weg in die Nacht hinein.

Tag 26: Bevor es nach Sydney geht lassen wir es uns nicht nehmen die Blue Mountains zu erkunden. Wir begeben uns auf eine Wanderung im Blue Mountain National Park. Es ist traumhaft und extrem anstrengend, denn die Wanderung besteht eigentlich zu 100% aus steilen Stufen. Wir kommen ordentlich ins Schwitzen, genießen die Landschaft und den Ausblick über die Blue Mountains.

Mittlerweile sind wir bereits 26 Tage unterwegs in Australien. Die Zeit vergeht super schnell. Fast jeden Tag sind wir an einem anderen Ort, entdecken neue Umgebungen und genießen die Natur. Wir lieben die alltäglichen Strukturen des Kochens, Bett auf- und abbauens und die Freiheit. Dabei vergeht die Zeit ganz automatisch viel schneller. Mittlerweile ist es viel kälter geworden. Nachts reicht kein Schlafshirt mehr aus. Jetzt müssen die langen Hosen und Pullis ausgepackt werden.

Bis zur letzten Etappe, eure Herr & Frau Weltenbummler 👋🏻

Der Roadtrip beginnt | 1. Etappe: Queensland

Australien

Eines der größten Highlights unserer Reise ist der Trip im Camper Van. Wir haben uns schon sehr darauf gefreut und nun geht es endlich los. Der Start ist etwas holprig. Durch ein paar mittelschwere, total nervige Schwierigkeiten mit der Postbank, was zum Glück nicht unsere Reisebank ist, hatten wir zu wenig Geld parat für die Kaution des Campers. Zum Glück wacht Stefan, Reimars Papa, mitten in der Nacht noch auf, um uns seine Kreditkarte zur Verfügung zu stellen. So kann die Kaution für den Mietwagen hinterlegt werden und wir können in unsere australisches Abenteuer starten. Puuhhh… Schwein gehabt!

In der Zwischenzeit war Uschi 4 Tage in Tschechien, um dort ihrer besten Freundin bei ihrer Hochzeit zur Seite zu stehen. Reimar hat deshalb das ganze Geld-Kaution-Kreditkarten-Chaos allein durchgestanden. Das bedeutet auch 4 Tage allein im Camper im Norden von Australien. Sicherlich auch mal schön. Uschi hat alle ewig langen Flüge überlebt und hatte eine richtig gute Zeit bei Doro und dann ist es soweit… Reimar holt Uschi mit dem Camper Van vom Flughafen ab. Jetzt kann es also richtig los gehen…

Unser Abenteuer beginnt. Wir düsen von Cairns, im Norden von Australien bis nach Melbourne, ganz im Süden von Australien. Dafür haben wir 6 Wochen, einen super ausgestatteten Bus von Travellers Autobarn und uns. Es ist total schwierig, all die Eindrücke und Details in den Blogbeiträgen zu beschreiben. Deshalb picken wir uns die ganz besonderen Tage heraus und teilen sie mit euch.

Erste Etappe: Cairns bis Brisbane, durch den Bundesstaat Queensland

Tag 2: Reimars 28. Geburtstag. Am Morgen besuchen wir die Babinda Boulders. Ein riesiger Fluss mit wunderschönen Felsen mitten im Wald. Reimar lässt es sich natürlich nicht nehmen, die Schnorchelsachen anzuziehen und sich auf die Suche zu machen nach Schätzen. Tatsächlich findet er ein Armband mit einem Schildkrötenanhänger. Es war sau kalt aber eine wunderschöne Landschaft und eine tolle Erfrischung am Morgen. Danach finden wir einen Second Hand Store, in dem vor allem Uschi für 3 neue Sachen zu begistern ist. Reimars Fang ist ein Pfannenwender – perfekt zum Geburtstag. Da es der zweite Tag ist, sind noch einige Erledigungen fällig, wie SIM Karte für Uschis Handy besorgen oder ein paar Ausstattungssachen für den Camper. Nachdem das erledigt ist, geht es los zum Campingplatz. Auf dem Bali Hai Camp Park in der Nähe von Cairns richten wir uns ein und setzen uns zur Feier des Tages mit einer Flasche Wein an den Wangali Beach. Am Abend geht Reimar seiner Kochleidenschaft nach und bereitet unter Lichterketten und im Kerzenschein 2 Hammer leckere Steaks zu. Mit Blue Cheese, karamelisierten Zwiebeln und Whisky.

Tag 3: Heute entdecken wir den höchsten Wasserfall Australiens. Die Wallamann Falls mit 268m Höhe.

Tag 6: Als wir uns am Abend einen Campingplatz suchen, kommen plötzlich zwei riesige Kängurus an unserem Bus vorbei gehüpft. Die zwei sind größer als Reimar und es ist unser erstes Mal, dass wir wilde Kängurus sehen. Wir machen uns fast in die Hose vor Angst.

Tag 7: Heute besuchen wir den Zoo in Rockhampton. Die meisten Zoos sind in Australien kostenlos. Uns fällt auf, wie lange wir schon keinen Zoo mehr von innen gesehen haben. Natürlich ist es wunderschön, die vielen Tiere zu sehen. Koalas, Krokodile, Kängurus, Schimpansen, Schlangen, uvm. Aber ein deprimierendes Gefühl holt uns schnell ein. Wir merken, wie wir diese Art der Haltung persönlich nicht unterstützen können. Zu sehen, in welcher Enge die Tiere leben und dass es absolut nicht ihrem natürlichen Lebensraum entspricht, ist deprimierend.

Tag 8: Nachdem wir durch Bundaberg gefahren sind, wo das leckere Ginger Beer herkommt, besuchen wir ein kleines Lavendelfeld. Uschi ist im siebten Himmel. Noch schöner ist der Campingplatz, den wir abends finden. Mitten im Wald an einem Fluss. Der Platz ist total gepflegt mit sauberen Toiletten, Duschen und einem Outdoor-Waschtisch. Durch die großen Bäume, die relativ symmetrisch angeordnet sind, ergeben sich natürliche Abteile für die Camper und Wohnmobile. Es ist fast leer und wir sind total für uns. Die Hängematte in den Bäumen und genießen angesagt. Das Beste kommt noch. Das erste Mal Lagerfeuer vor unserem Bus mitten im Wald – The Dream!

Tag 11: Schon lange haben wir uns vorgenommen, in Mooloolaba an der Sunshine Coast mit Walen schnorcheln zu gehen. Die Plätze sind gebucht und morgens 7:00 Uhr geht’s mit dem Boot raus auf’s Meer. Als wir den ersten Wal sehen, kommen Uschi direkt die Tränen. Diese Tiere sind unglaublich mächtig, kraftvoll und majestätisch. Wir dürfen fast 10 Wale sehen und ein paar Delifine. Leider sind die Wale entweder zu weit weg, tauchen zu tief ab oder ändern kurzfristig die Richtung, sodass wir nicht ins Wasser können. Als Trost gibt es Fish and Chips in Mooloolaba.

Tag 13: Wir versuchen es ein zweites Mal, mit den Walen zu schnorcheln. Auf geht’s, Runde 2. Leider ist ziemlich starker Wellengang und dadurch die Sicht toal schlecht. Wir schaffen es nicht, Wale zu entdecken und müssen den Trip abbrechen. Als Highlight des Tages besuchen wir abends den Gottesdienst von Hillsong Brisbane und schauen uns die Stadt an. Ein kleiner Trost: Sonnenuntergang über der Skyline von Brisbane.

Tag 15: Der zweite Trip musste abgebrochen werden, was bedeutet, dass wir einen dritten Versuch haben. Die Wetterbedingungen sind perfekt. 12:00 Uhr geht es mit dem Boot von Sunreef Mooloolaba raus auf’s Meer. Wir dürfen wieder einige Wale sehen. Zwei springen gleichzeitig direkt vor unserem Boot aus dem Wasser und klatschen mit der Schnauze im Wasser auf. Mächtig, absolut überwältigend. Um bereit zu sein für den Sprung ins Wasser, sitzen wir am Rand des Bootes. Plötzlich kommen 4 bis 5 Delfine und sind direkt neben dem Boot. So nah, dass man ihre Augen sehen kann. Sie springen aus dem Wasser. So wunderschön. Drei mal ist es fast so weit. Drei mal sitzen wir am Rand des Bootes, springen mit einer Gruppe von Schnorchlern und dem Guide ins Wasser, aber selbst bei diesen Versuchen drehen die Wale um oder tauchen ab. Die Wale haben einfach keine Lust auf uns! Es klappt wieder nicht und damit ist das unser letzter Versuch. Am Abend fahren wir an Brisbane vorbei in Richtung Byron Bay. In der Abenddämmerung sehen wir immer wieder viele Kängurus und Wallabes am Straßenrand. Davon leider sind leider sehr viele tot. Wir hätten auch fast eins überfahren.

Die Walgeschichte nimmt uns ziemlich mit. Es war immer ein Traum von uns, mit diesen mächtigen Tieren enmal in unserem Leben zu schnorcheln. Jetzt hatten wir die perfekte Gelegenheit und doch klappt es nicht. Es ist sehr schwer, die guten Dinge in der Geschichte zu sehen, aber dennoch war es unglaublich überwältigend, diese Tiere aus nächster Nähe sehen zu dürfen. Ein Erlebnis, was wir nicht vergessen werden. Vielleicht haben wir irgendwannn noch einmal die Möglichkeit, mit ihnen zu schnorcheln…

Insgesamt 15 Tage geht es quer durch Queensland und was fällt uns dabei noch auf? Die Seitenstreifen sind gemäht, alles ist total sauber, es gibt für jede Kleingkeit ein Straßenschild, Alkohol gibt es nur in Papiertüten, nicht sichtbar für die Öffentlichkeit, die Lebensmittel sind sehr teuer und überall ist ab 18/19:00 das Licht aus und tote Hose. Die Australier scheinen sehr früh ins Bett zu gehen.

Wir sind beeindruckt von der Landschaft. Nicht immer geht es am Meer entlang. Wir fahren auch sehr gern in das Inland und durch das Farmland von Australien. Überall gibt es sogenannte Tourist Drives. Ausgeschilderte Routen für Touristen, welche durch besondere Kleinstädte oder wunderschöne Landschaften führen. Die fahren wir sehr gern, zumal Reimar auch sehr gern auf kleine Feld- und Waldwege abbiegt. Vor allem in diesen 15 Tagen ist es für uns noch sehr ungewohnt, so frei zu sein. Wir können mit unserem fahrbaren Zuhause, in dem alles ist, was wir brauchen, überall hin. Wir suchen uns jeden Abend einen schönen Ort zum schlafen und fertig. Am Morgen ein Kaffee mit Müsli im Wald oder vor einem schönen Ausblick und am Abend sitzen wir am Lagerfeuer.

Was gibt es schöneres?

Bis zur nächsten Etappe, eure Herr & Frau Weltenbummler 👋🏻