Galerie – Tansania und Sansibar

Der Süden der Insel – Paje/Sansibar

Nach einer zweistündigen Taxifahrt kommen wir im Süden Sansibars an. Eine Woche verbringen wir in dem kleinen Ort Paje. Unser Airbnb ist mitten im Dorf und super schön. Fließend Wasser gibt es nicht, aber das ist kein Problem, denn wir haben eine große Wassertonne mit der wir alles machen können. Unsere Gastgeberin ist aus Deutschland und lebt mit ihrem tansanischen Freund in einem echt hübschen Haus.

Jeden Tag frühstücken wir Chapati, große Fladenbrote, die es an jeder Straßenecke gibt, unter dem Baum im Garten. Dort leistet uns der Hund Nerea und die zwei Katzen, die eine heißt Fritz, der Gastgeberin Gesellschaft. Trotz Uschis Katzenhaarallergie spürt sie keinerlei Reaktionen, was ziemlich cool ist. Die Nächte sind für uns leider immer noch sehr kurz. Trotz des Ventilators gewöhnen wir uns nur schwer an die nächtliche Hitze.

Die Landschaft ist ähnlich wie in Nungwi, der Strand ist traumhaft schön. Weißer Sand mit türkisem Wasser. Jedesmal wenn wir zum Strand laufen sind wir wieder erstaunt, wie super schön es ist.

Die Unterwasserwelt lassen wir uns natürlich nicht entgehen. In der Mitte der Woche besuchen wir die Tauchbasis „Divetime Zansibar“ in Kizimkazi, der Ort an dem die Delfine wohnen. Insgeheim erhoffen wir uns mit Delfinen tauchen zu dürfen aber diese sieht man eher beim Schnorcheln und das ganz zeitig morgens am Tag. Die Tauchgänge starten viel später und die Guides suchen auch nicht wirklich gezielt nach Delfinen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. An sich ist die Tauchbasis recht klein und ein bisschen chaotisch. Wir erfahren nicht konkret, wo wir unser Geraffel hinlegen sollen, wo wir unsere Flasche zusammen bauen sollen und der Chef strahlt ein bisschen Unsicherheit aus. Aber am Ende sind wir in erster Linie selbst für unsere Sachen zuständig und bauen alles auf dem kleinen Boot zusammen, mit dem wir zu zwei Tauchspots fahren.

Der erste Tauchgang ist überraschend anders für uns. Nach anfangs relativ guter Sicht verändert sich die Lage durch eine starke Abwärtsströmung, was bedeutet, dass es uns eher nach unten ins tiefere Wasser zieht. Wir tauchen an einer Steilwand des Riffs entlang und versuchen, mit starkem Flossenschlag nach und nach aufzusteigen, was auch ganz gut klappt. Für uns ist es eine gute Erfahrung, denn Strömungen, vor allem Abwärtsströmungen, können beim Tauchen auch mal gefährlich werden. Durch die Erfahrung damit kann man bei schwierigeren Bedingungen besser damit umgehen. Diese Erfahrung macht uns nur sicherer im Tauchen. Leider mussten wir nach nur 37 Minuten aufsteigen, weil ein andere Taucher aus der kleinen Gruppe Probleme mit seiner Luftversorgung hat. Schade! Der zweite Tauchgang war ruhiger (und kälter!) und wir haben nur eine leichte Strömung, die uns ermöglicht, schwerelos über das bunte und sehr lebendige Riff zu schweben. Wir haben eine super Sicht und alles ist voll von bunten Korallen, Fischen, Anemonen und vielem mehr.

Den Rest der Woche chillen wir am Strand, kochen Chili zusammen, genießen ein paar Bars und das Meer. Uschi und die Gastgeberin schwingen das Tanzbein bei einer Jambo Beachparty und in einem Localrestaurant lernen wir Dave aus England kennen. Wir haben zwar nur etwa die Hälfte der Stories, die er uns in seinem British English durch die brutal laute Musik zugebrüllt hat, verstanden. Das hat aber gereicht, um so beeindruckt davon zu sein, dass wir wenigstens ein paar wenige mit euch teilen wollen:

An seiner linken Schulter trägt Dave 5 farbige Tattoos. Eigentlich sind es eher Bemalungen, keine klassischen Tattoos. Und diese 5 bunten Flecken auf seiner Haut haben es wirklich in sich. Nachdem Dave mit nur 15 Jahren aus England abgehauen ist, die Welt bereiste und schließlich zurück in seine Heimat kam, um dort eine Bank auszurauben, musste er sich entscheiden: entweder 9 Jahre Knast oder 9 Jahre Wehrdienst. Er verpflichtete sich als Soldat und wurde Sanitäter. Am Ende seiner Pflichtzeit brach er wieder alle Zelte ab und begann, überall in der Welt mal für eine kleine Weile zu leben. An fast 50 Orten in der ganzen Welt eröffnete er Restaurants und Bars. Er wurde Millionär. Dave wohnte mit Anfang 40 in einer Villa mit 17 Schlafzimmern. Auf einer Reise nach Äthiopien verliebte er sich in eine junge Frau, die Prinzessin eines großen Stammes. Nach einiger Zeit wollten die beiden heiraten, aber nur ein Krieger dieses Stammes durfte um ihre Hand anhalten. Also musste sich Dave 5 Proben stellen, die ihn zu einem vollwertigen Stammesmitglied machen sollten. Von diesen Prüfungen zeugen seine bunten Tattoos. In den nächsten Jahren bestieg er erst ganz allein und ohne Kletterzeug einen Berg. Als nächstes wurde er von mehreren Männern durch ein Waldgebiet gejagt, an dessen anderem Ende er unentdeckt ankommen musste, um auch diesen Test zu bestehen. Er stellte sich einem Messerkampf gegen 4 ebenfalls mit Messern bewaffnete Krieger. Er tötete einen Hai mit bloßen Händen. Die fünfte und letzte Prüfung sollte aber die größte Herausforderung für Dave werden. Er musste einen Pavian töten. Es kostete ihn wohl eine riesige Überwindung, aber er tat es. Er bekam alle 5 Zeichen und wurde in den Stamm aufgenommen. Die Prinzessin wurde eine von den insgesamt 5 Frauen in Daves Leben.

Wir gammeln seit zwei Wochen wirklich viel und freuen uns jetzt auch schon sehr auf Südafrika. Mit dem Taxi geht es zum Flughafen…

Davor dürft ihr aber im nächsten Beitrag noch ein paar tolle Bilder von Tansania bestaunen.

Bis bald, eure Herr & Frau Weltenbummler 👋🏻

On fire für Uganda

Unsere zweite Woche in Uganda hat mit Abenteuern nicht lange auf sich warten lassen… Nach einer (fast) komplikationsfreien Wanderung zum Sonnenaufgang auf einem nahen „Berg“ haben wir mit den Kornelsen Boys und den Angestellten vom Village einfach mal ein Buschfeuer gelöscht. Okay. Und richtig beeindruckend war für uns auf jeden Fall noch der Besuch bei „Mama Tom“. Die Frau ist wirklich eine Maschine wenn es darum geht, sich von Herzen um kleine Kinder zu kümmern und ihnen eine Zukunftsperspektive durch Bildung zu ermöglichen. Wahnsinn.

Abgetaucht in Nungwi/Sansibar

Nungwi, ein kleines Fischerdorf ganz im Norden von Sansibar. Eines der schönsten Tauchgebiete weltweit. Nach 2 Stunden Fahrt mit dem Daladala (local Bus) kommen wir auf einem kleinen Kreisverkehr an und auf seinem BMX radelt Kelvin zu uns. Er ist unser Gastgeber im kleinen Airbnb, was nur eine Minute vom Strand entfernt liegt. Zusammen mit ihm laufen wir durch Hinterhöfe, Gärten und alte Ruinen bis wir dann an unserem Haus ankommen. Wir haben einen kleinen Raum mit einem Deckenventilator… yes!!!

Schon am zweiten Tag war hier leider kompletter Stromausfall, wodurch auch die Wasserpumpe nicht funktionierte. Das war tatsächlich ziemlich blöd, denn hier ist es NOCHMAL heißer als in Stonetown und wir haben so unglaublich sehr geschwitzt, dass es beim still sitzen den Arm herunter tropfte. Unfassbar… keine Dusche, kein Wind, Temperaturen wie in der Sauna – schlafen unmöglich. 😀

Das war schon Grund allein, die ganze Zeit am Strand zu chillen. Wir können es kaum in Worte fassen… es ist wie im Katalog oder auf irgendwelchen Travel Blogs… weißer Sand, Palmen, hell türkises Wasser, welches einen perfekten Farbverlauf in sich trägt bis es ganz dunkelblau wird. Alte Fischerboote ganz aus Holz schwimmen auf dem Wasser. Teilweise mit Segel, teilweise ohne Segel. Direkt am Wasser liegen haufenweise kleine Bars mit Hängematten, dazwischen sauteure Hotels und bezahlbare Restaurants. Wir konnten es uns kaum verkneifen, in fast jeder Bar mal einen Eiskaffee oder ein kaltes Kilimanjaro Bier zu trinken. Das Essen war dazu auch noch super lecker. Zwei Abendessen direkt am Strand, mit den Füßen im feinen Sand, haben wir uns in unserer Woche hier in Nungwi gegönnt.

Hier sind wir auch auf unsere erste Tauchbasis gestoßen. Mit „East Africa Diving“ machten wir unsere ersten 2 Tauchgänge auf dem Mnemba Atoll, ein Naturschutzgebiet vor der Privatinsel von Bill Gates (so sagt es die Legende). Wir freuten uns schon mega sehr auf den Ausflug und fühlten uns bei dem deutsch-südafrikanischen Pärchen, was die Basis leitet, sehr wohl. Auf dem Speedboat ging es dann bei starkem Wellengang auf die Insel. An zwei Tauchplätzen genossen wir eine gute Sicht, die für Mnemba anscheinend noch unterdurchschnittlich ist. Wir hatten viele Doktorfische, Anemonenfische, die manchmal ganz schön aggresiv werden können und Uschi gegen die Maske geschwommen sind. Es gab viele Seesterne, Muränen und große bunte Fischschwärme auf dem noch bunteren Riff. Es war der Hammer!🎉

Die letzten Tage verbrachten wir viel am Strand, kochten (nicht so) lecker Couscous mit Curry, was aussah wie Durchfall, und genossen die Ruhe und die unglaublich schöne Landschaft. Es gab auch weitere Stromausfälle, wodurch unsere Nächte immer kürzer wurden. Teilweise haben wir am Strand geschlafen unter einem klaren Sternenhimmel oder lagen in unserer Schwitze im Airbnb.

Schon morgen geht es weiter in den Süden der Insel.

Bis bald, eure Herr & Frau Weltenbummler 👋🏻

Endlich am Meer – Stonetown/Sansibar

Endlich auf dem Wasser. Nach etwa 2 Stunden Fährfahrt und mit knallrot verbrannten Schultern kamen wir auf Sansibar an. Sonnencreme haben wir natürlich nicht. Warum auch? 😉 Unsere Unterkunft war direkt am Fährterminal, sodass wir in null komma nichts unsere Koffer in unserem Zimmer hatten. Diesmal war es ein ziemlich großes Airbnb. Wir hatten ein eigenes Bad und einen Balkon! Die Küche war sehr groß und es gab in der ganzen Wohnung Ventilatoren an den Decken. Auf Sansibar ist es nochmal um einiges heißer. Oh Mann, wir waren unglaublich dankbar für diese Deckenventilatoren…

Kaum ausgepackt gingen wir direkt an den Strand, der gar nicht weit weg liegt, und sprangen ins Wasser. Wir spürten nochmal, wie sehr wir das Meer lieben. Die nächsten 3 Tage lernten wir die kleine, super verschachtelte und wunderschöne Stadt kennen. Wir gingen raus und schlängelten uns durch die verwinkelten Gassen von Stonetown. Dabei entdeckten wir die Persischen Bäder und ein Amphitheater. Einen Eiskaffee für Uschi gab es dann im Traveler’s Café. 😉

Abends begann der bekannte Food Market direkt an der Promenade. Viele einheimische Köche präsentierten ihre crazy Gerichte und wir hatten natürlich unser Geld in der Unterkunft vergessen… haha… naja!

Wir gingen einkaufen und fanden an verschiedenen Obstständen frische Avocados, Mangos und Tomaten. So wurde unser kleines Frühstück jeden Morgen immer ein Highlight. Abends kochten wir uns mit Nudeln und Reimar schaffte es (nach gefühlten 30 Minuten), eine Kokosnuss zu knacken.

Bald schon gibt’s das Album mit noch mehr Bildern! Seid gespannt…

Bis bald, eure Herr & Frau Weltenbummler 👋🏻

Kilimanjaro und so

Er versteckt sich immer ganz gerne in den Wolken. Die alte Sau!

In Nairobi starteten wir nach einer etwas turbulenten Taxifahrt mit dem Bus in Richtung Tansania. Nach etwa 9 Stunden Busfahrt im Matatu (die ziemlich flotten Local-Busse) und einem problemlosen Grenzübertritt (konnten uns ja keine Drohne mehr wegnehmen) kamen wir in Moshi an. Eine Stadt direkt vor dem Kilimanjaro. Vieles hier in Tansania erinnert an Kenia oder auch an Uganda, wie die Taxi-Minibusse, in die sich mindestens 15 Leute reinquetschen, die Märkte, der Geruch, teilweise auch die immer grüner werdende Landschaft. Trotzdem nehmen wir die Atmosphäre hier entspannter war. Wir glauben, dass es daran liegt, dass die Menschen hier schon mehr an Touristen und „Musungus“ (Weiße bzw. generell Ausländer) gewöhnt sind. Wir fallen nicht mehr so sehr auf und gehen ganz angenehm in der Masse unter.

Drei Nächte verbrachten wir in einem ganz schnuckligen Airbnb und fuhren zu den Hot Springs mitten in der Wüste um den Kilimanjaro. Inmitten von nichts stand ein kleines Schild mit einem Pfeil. Dem Pfeil folgend fanden wir die heißen Quellen und nach ein Paar Bäumen sahen wir plötzlich ein Loch mit türkisem Wasser, umrandet von geschwungen gewachsenen Bäumen. So muss es bei Tarzan gewesen sein. Zwei Äffchen besuchten uns und wenn wir die Füße ruhig ins Wasser hielten kamen kleine Fische und knabberten uns an. So, nach fast 4 Wochen unterwegs das erste mal Baden! Das bedeutete, wir waren schneller drin, als der Fahrer gucken konnte.

Mit dem Tuktuk ging es am nächsten Tag Richtung Kilimanjaro. Dort fanden wir nach einer Wanderung durch den Dschungel den Materuni Wasserfall (90m hoch). Wir waren auf etwa 1500 Höhenmeter. Haha, ein Witz, wenn man überlegt, dass der Kilimanjaro 5800m hoch ist. Es war echt super schön. Es wurde aber ein wenig anstrengend, zu spüren, dass uns ein paar Leute gern das Geld aus der Tasche ziehen wollten und wir teilweise viel höhere Preise als abgesprochen oder üblich zahlen mussten. Mit dem Tuktuk ging es dann wieder in die Stadt.

Es war zwar wirklich super schön, aber das Meer zieht uns schon sehr in Richtung Sansibar! Darum sagen wir schon nach ein paar Tagen Tschüssi und düsen weiter mit dem Bus nach Dar es Salaam, wo die Fähre nach Sansibar abfährt…

Bis bald, eure Herr & Frau Weltenbummler 👋🏻

Tumaini Ministries

Hoffnung. Das Swahili Wort dafür ist „Tumaini“. Auch Marco und Joy haben Hoffnung für Nairobi, Hoffnung für Kenia.

Eine Woche durften wir in Nairobi bei den beiden verweilen. Im Garten sitzend – der Grill ist an und Bier und Mango stehen auch auf dem Tisch – erzählen sie uns ihre Geschichte und ihre Vision für die Jugend Nairobis.

Sie haben eine verrückte Geschichte als Paar, denn Joy kommt aus Kenia und allein der Fakt macht die ganze Geschichte super spannend. Marco hatte unzählige Behördengänge zu erledigen allein wegen der standesamtlichen Hochzeit. 🙂 Zwei tolle Menschen, großzügig, super witzig und einfach zum lieb haben.

Schon sehr früh hatte Marco den Traum, dass er nach Afrika gehen würde. das Ganze wurde natürlich spätestens mit dem Kennenlernen von Joy und der Hochzeit Realität. Marco hat ein spannendes Leben. Er musste schon vielen Widerständen stand halten und immer wieder für neue Hoffnung und Perspektive kämpfen, zum Beispiel brauchte er über 90 Fahrstunden bis er seine Fahrprüfung bestanden hat. Ähnlich große Herausforderungen hat auch die Jugend in Nairobi. Joy kennt die Probleme der jungen Menschen hier, denn sie hat es selbst erlebt. Hier in Nairobi gibt es wenig Perspektive dafür, was man mit seinem Leben anfangen könnte. Viele habe. einfach keine Ahnung, welcher Job zu ihnen passt oder welche Talente sie eigentlich haben. Nach dem Abschluss der Highschool haben Kenianer neun Monate Leerlauf bis ein eventuelles Studium beginnt. Diese neun Monate möchten Joy und Marco nutzen, um Jugendliche zu schulen. Sie haben auf dem Herzen, zusammen mit den Jugendlichen herauszufinden, was ihre Perspektiven sein könnten und welche Begabungen sie haben. Wir finden dieses große Herz für Nairobi unglaublich und durften einen Film über Marco und Joy und ihre Vorhaben produzieren.

„TUMAINI MINISTRIES“ hat nämlich noch eine Menge vor!

Wir durften bereits begleitete Studenten kennenlernen und ihre persönlichen Geschichten hören, wie sie Träume für ihr Leben entwickelt haben und auf eine Laufbahn hinarbeiten, die zu ihren Stärken passt. Das alles ist der Anfang von etwas Großem, denn Marco und Joy haben große Pläne für Schulen, Berufsschule, Waisenhäuser und mehr… Wir freuen uns, das begleiten zu dürfen, und zu beobachten, wie Marco und Joy immer mehr in ihrer Leidenschaft für Nairobi. aufgehen. Sicher werden wir darüber noch mehr mit euch teilen… es bleibt spannend!

Bis bald, eure Herr & Frau Weltenbummler 👋🏻

Nairobi liebt Elefanten

In unserer Zeit in Nairobi besuchten wir das David Sheldrick Wildlife Trust.

Wir wissen noch genau, wie wir TripAdvisor auf coole Aktivitäten in Nairobi durchsuchten. Dort sind wir auf ein Elefanten Center gestoßen und waren direkt interessiert. Wir lieben große und mächtige Tiere. Besonders Elefanten, sie strahlen eine unglaubliche Stärke und Autorität aus. Bei dem Center dachten wir uns nicht viel dabei bis wir live dort waren.

Ihr müsst wissen, dass wir keine vernarrten Tierliebhaber sind, aber auch uns hat es tief berührt, was wir dort erleben durften. Der Wildlife Trust liegt etwas außerhalb von der Großstadt. Wir kamen an und zahlten einen Eintritt von 5 Euro, was völlig gerechtfertigt ist, und gingen auf einen erdigen Platz zu. Im Hintergrund waren riesige Waldflächen zu sehen. Als es 11 Uhr war kamen aus dem hinteren Wald 11 kleine Elefanten gelaufen zu den vertrauten Pflegern, die für jeden 2 Flaschen Milch bereit hielten. Vielleicht klingt es für dich bisher nach einer klassischen Touri-Elefanten-Attraktion, aber nein, so ist es nicht.

1940 gab es noch 3 Millionen Elefanten, aber durch Wilderei und Elfenbein Industrie sind seit 2016 nur noch etwa 300.000 unter uns. Elefanten sind super clever und haben ein perfektes Gehirn. Sie vergessen NICHTS. Sie leben in Familien und werden leider aufgrund durch Wilderei immer stärker bedroht. Ihre Babies bleiben auf der Strecke, da junge Elefanten in den ersten 3 Jahren Milch brauchen. Wenn sie diese nicht bekommen, überleben sie nicht. Kleine Elefanten dehydrieren, werden angeschossen, verirren sich und verlieren ihre Familien.

Der Gründer David Sheldrick hatte genau diese Vision. Zurückgebliebene, junge Elefanten zu finden, zu füttern und sie auch wieder in die Natur einzugliedern. Die Jungs finden immer wieder schwache Elefanten, indem sie durch die Wildnis fahren, mit dem Flieger die Gegend absuchen oder Drohnen nutzen. Meist sind die Elefanten zwischen einem Monat und 2 Jahren alt, wenn sie gefunden werden. Die Babies werden ärztlich versorgt und mit Milch (24l/Tag) aufgepäppelt. Nach etwa 3 Jahren beginnt dann die achtjährige Phase der Auswilderung. Die Jungs vom Wildlife Trust suchen und finden Elefantenfamilien und setzen die Kleinen in deren Nähe aus. Es braucht sehr lange bis eine Familie ein fremdes Junges annimmt und bis das passiert kommen die Pfleger regelmäßig vorbei und schauen nach dem Rechten.

Um das alles finanziell tragen zu können gibt es Elefanten-Patenschaften und die Möglichkeit, das Center zu besuchen für nur eine Stunde am Tag. Heißt: die vielleicht anfänglich gefühlte Touri Attraktion findet genau eine Stunde pro Tag statt, um die Besucher über die Arbeit hier aufzuklären.

Also vielleicht seid ihr mal in Nairobi, dann schaut unbedingt bei dem David Sheldrick Wildlife Trust vorbei.

Dicken Elefantenrüsselknutscher an alle.

Bis bald, eure Herr und Frau Weltenbummler 👋🏻

Byebye Uganda

Zwei Wochen lebten wir bei den Kornelsens, Dijanas Familie. Es war der perfekte Start in unser Abenteuer. Lilli, Dijanas Mama, verwöhnte uns mit leckerem russischen Essen, wir hatten ein eigenes Zimmer mit eigenem Bad – crazy – und lernten das „Village of Eden“ kennen. Durch Wilhelm, Dijanas Papa, kamen wir an verschiedenste Orte und konnten hinter die Kulissen schauen. Wir sind mega dankbar für die zwei Wochen hier.

Über die Organisation „Helping Hands“ wurde 2013 das Village of Eden gestartet. Willy und Lilli bauten das Gelände mit auf und leben hier von Anfang an. Wir konnten die Arbeit hier in Uganda ein wenig unterstützen, indem Reimar einen Film über das Village produzierte.

Was es alles auf dem Village zu entdecken gibt

  • mehrere Häuser direkt auf dem Gelände, in denen Kinder leben, die kein Zuhause mehr haben
  • eine Schule
  • eine Kirche mit wöchentlichem Gottesdienst
  • eine Farm, auf der Tiere gezüchtet werden
  • eine Klinik für Leute aus der Umgebung
  • ein Programm für unterernährte Kinder, in dem Kinder aufgepeppelt werden und ihre Eltern über nachhaltige Ernährung aufgeklärt werden
  • das wöchentliche Kinderfest „Esangalo“, bei dem viele Ehrenamtliche mit den Kids spielen, einen Gottesdienst gestalten und zusammen mit ihnen essen (teilweise kommen ca. 2000 Kinder bis zu 2h aus der ganzen Umgebung gelaufen, wir durften mithelfen, fast 2000 Becher zu spülen)
  • Sponsorship Programm, welches ermöglicht, dass viele Kinder Bildung bekommen, welche sich es nicht leisten könnten

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Was entdeckten wir noch in den zwei Wochen

  • Wir löschten ein Buschfeuer, welches direkt neben dem Village brannte und dem Haus von Dijanas Familie super nah kam
  • Wir bestiegen zwei Berge in der Nähe. Wir starteten 5:30 Uhr und auf halber Strecke kamen ein paar Locals dazu, die dachten, wir hätten ihnen ein Huhn geklaut (um auf die Berge zu kommen muss man durch ein paar Dörfer und an einige Hütten vorbei). Sie waren sehr aufgebracht aber wir konnten sie beruhigen und waren noch rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf dem Berg.
  • Wir besuchten „Mama Tom“, eine ältere Dame in Busia, die schon dutzende Kinder aufnahm, sie pflegte und für sie sorgte. Mama Tom war zu tiefst berührt als wir sie besuchten und sang direkt ein Dankesgebet und tanzte drauf los. Eine beeindruckende Frau.
  • Wir besuchten die Schule, mit der die Arbeit von Helping Hands in Uganda begann. Sie wurde in Busia, der Grenzstadt zu Kenia, gebaut. Busia ist vom Village of Eden etwa 45min mit dem Auto entfernt. Es gibt dort eine Vorschule, Grundschule und Oberschule, verschiedenste Berufsausbildungsmöglichkeiten und eine Kirche, die von Pastor Moses geleitet wird. Pastor Moses ist ein crazy Typ. Er ist der Chef eines Kirchenverbundes und hat de Verantwortung für über 200 Kirchen in dieser Region.
  • Außerdem veranstaltet Pastor Moses in der Grenzregion Evangelisationsveranstaltungen in verschiedenen Dörfern und Städte. Wilhelm predigte und wir durften dabei sein.

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Uganda ist ein wunderschönes Land. Ein Land voll von Farben und freundlichen Menschen. Laute Musik, lachende und tanzende Menschen und eine entspannte Atmosphäre. In unseren Videos seht ihr mehr davon…

Nächste Station: Kenia!

Eure Herr & Frau Weltenbummler 👋🏻